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Wissen - FAQ - Fragen und Antworten zum Erbrecht - horak Rechtsanwälte Hannover

Wer kann ein Testament machen?

Was ist ein Pflichtteil?

Wen kann ich als Erbe einsetzen bzw. wer oder was kann erben?

Wer sind meine Erben, wenn ich kein Testament hinterlasse?

Kann ich Personen enterben?
Kann ich enterbt werden?

Was ist eine Erbengemeinschaft?

Was kann ich in einem Testament bestimmen?

Was ist eine Auseinandersetzung einer Miterbengemeinschaft?

Welche Arten von Testamenten gibt es?

Was muss ich tun, wenn ein Angehöriger stirbt?

Wie kann ich ein Eigenhändiges Testament machen?

Was passiert, wenn der Erblasser Schulden hinterlässt?

Wo kann ich ein Testament aufbewahren?

Wie kann ich das Erbe ausschlagen?

Wie mache ich ein Öffentliches Testament (Notarielles Testament)?

Was passiert mit dem Erbe, wenn ich es ausschlage?

Wie teuer ist ein Notarielles (Öffentliches) Testament?

Muss ich ausdrücklich erklären, dass ich das Erbe annehme?

Was ist ein Erbschein?

Was ist eine Nachlassinsolvenz?

Was kostet ein Erbschein?

Wie leite ich eine Nachlassinsolvenz ein?

Wie kann ich ein Testament widerrufen?

Was passiert bei einer Nachlassinsolvenz?

Was ist ein gemeinschaftliches Testament?

Was ist ein Aufgebotsverfahren?

Was ist das Berliner Testament?

Wer muss Erbschaftssteuer bezahlen?

Wozu ist ein Erbvertrag nötig?

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?

Was ist, wenn ich keine Erben habe?

Was ist der Unterschied zwischen Erbfall, Erbschaft, Erbteil, Vermächtnis und Pflichtteil?

Wer kann ein Testament machen?

Alle Personen, Voraussetzung ist jedoch Volljährigkeit und Vollbesitz der geistigen Kräfte.

Wen kann ich als Erbe einsetzen bzw. wer oder was kann erben?

Erben können Personen oder Institutionen wie wohltätige Organisationen oder die Kirche sein.

Kann ich Personen enterben? Kann ich enterbt werden?

Ja. Ein dem Erben zustehender Pflichtteil darf jedoch nur unter juristisch festgelegten Bedingungen verweigert werden. Dazu gehören Straftaten wie versuchter Mord am Erblasser oder vorsätzliche Körperverletzung. Der Grund muss schriftlich eindeutig beschrieben und notariell beurkundet sein. Wichtig ist ebenso, dass der Grund bei Errichtung des Testaments besteht.

Jeder Fall ist individuell unterschiedlich. Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt beraten.
[ > Beratung ]

Was kann ich in einem Testament bestimmen?

Folgendes können Sie in Ihrem Testament bestimmen:

Welche Arten von Testamenten gibt es?

Juristisch gesehen gibt es zwei Möglichkeiten für den letzten Willen:

  • das Eigenhändige Testament und
  • das Öffentliche Testament (Notarielles Testament).

Das Eigenhändige Testament wird vom Erblasser selbst verfasst und muss eigenhändig geschrieben sein sowie Ortsangabe, Datum und den vollen Namenszug beinhalten.

Das Öffentliche Testament (Notarielle Testament) verfasst ein Notar, wird nur vom Testierenden unterschrieben und vom Notar beglaubigt.

Sowohl das Eigenhändige Testament als auch das Öffentliche Testament haben die gleiche juristische Gültigkeit.

Wie kann ich ein Eigenhändiges Testament machen?

Beachten Sie folgende formelle Vorraussetzungen für ein Eigenhändiges Testament:

  • Der Testierende muss das Testament handschriftlich aufsetzen.
  • Es muss Ort und Datum sowie den Vor- und Zunamen das Testierenden enthalten.
  • Zu vererbende Vermögenswerte sowie Gegenstände müssen genannt werden.
  • Die Erben müssen genannt werden.
Existieren mehrere Testamente, so gilt das letzte. Alte Testamente werden durch ein jüngeres ungültig.

Wo kann ich ein Testament aufbewahren?

Sie können das Eigenhändige Testament aufbewahren, wo Sie wollen - z.B. zu Hause oder beim zuständigen Amtsgericht. Das Öffentliche Testament (Notarielle Testament) wird beim zuständigen Amtsgericht hinterlegt.

Bewahren Sie Ihr Testament an einem Ort auf, an dem es gefunden wird. Informieren Sie eine Vertrauensperson. Alternativ können Sie das Testament beim Gericht in amtliche Verwahrung geben, welches nach Ihrem Tod automatisch benachrichtigt wird und das Testament eröffnet.

Wie mache ich ein Öffentliches Testament (Notarielles Testament)?

Der Erblasser erklärt seinen letzten Willen gegenüber einem Notar, der eine Niederschrift davon anfertigt. Sodann unterschreibt der Erblasser und anschließend beglaubigt dies der Notar. Das Öffentliche Testament wird amtlich verwahrt und nach dem Tode des Erblassers eröffnet.

Vorteil des Öffentlichen Testaments ist, dass keine Fehler entstehen können, denn der Notar ist verpflichtet bei der Formulierung zu helfen sowie den Erblasser zu beraten.

Wie teuer ist ein Notarielles (Öffentliches) Testament?

Vermögenswert

5.000 EUR

20.000 EUR

50.000 EUR

 100.000 EUR

 200.000 EUR

Gebühr 

42 EUR

72 EUR

132 EUR

207 EUR

357 EUR

 

Die Gebühr für ein Notarielles Testament ist abhängig vom zu verfügenden Vermögenswert. Für die Beurkundung eines Erbvertrages oder eines gemeinsamen Testaments verdoppeln sich die Gebühren. Für die amtliche Verwahrung des Testaments kommen 1/4 der notariellen Gebühr dazu.

Bei einem Erbe von 5.000 EUR entstehen folgende Kosten:

     42,--  EUR Notarsgebühr
+ 10,50 EUR amtliche Verwahrung
_________________________
= 52,50 EUR
====================

Beachten Sie die juristischen Konsequenzen, die sich aus einem fehlerhaften Testament ergeben können. Ist ein Testament missverständlich verfasst oder formell unzureichend, so ist es möglicherweise ungültig - Streit unter den Erben sowie gerichtliche Auseinandersetzungen richten einen enormen ideellen und finanziellen Schaden an. Ein Vorteil ist möglicherweise, dass Gebühren gespart werden: soll ein Grundstück auf die Erben überschrieben werden, kann ein notarielles Testament der Ersatz für einen Erbschein sein. [ > Ich wünsche eine Beratung ]

Was ist ein Erbschein?

Mit einem Erbschein kann ein Erbe sein Erbrecht nachweisen. Erforderlich ist dies, wenn Nachlass wie Konten oder Grundstücke auf den Erben überschrieben werden sollen. Zudem kann sich ein Erbe einen Überblick über die finanzielle Situation verschaffen, wenn er möglicherweise das Erbe wegen Überschuldung ausschlagen möchte.

Der Erbschein muss beim Nachlassgericht (Amtsgericht) beantragt werden. Erforderlich ist dazu eine vom Notar beurkundete Abgabe einer Versicherung an Eides Statt.

Bitte beachten Sie, dass ein Erbschein auch dann erforderlich ist, wenn Geld vom Konto des Erblassers abgehoben werden soll. Alternativ ist dies durch eine über den Tod des Erblassers hinaus bestehende Vollmacht möglich.

Was kostet ein Erbschein?

Die Gebühr zur Beurkundung und Erteilung des Erbscheines ergibt sich aus dem Wert des Nachlasses nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten.

Beurkundet ein Notar die Versicherung an Eides Statt, beurkundet dieser gleichzeitig einen Erbscheinantrag, hierdurch entstehen keine zusätzlichen Gebühren

Wie kann ich ein Testament widerrufen?

Dazu muss das Eigenhändige Testament vernichtet oder handschriftlich mit dem Zusatz "ungültig" oder "aufgehoben" versehen werden. Mit einem neuen Testament ist ein älteres ebenfalls ungültig.

Das Öffentliche Testament wird ungültig indem es der Erblasser durch persönliches Erscheinen aus der amtlichen Verwahrung nimmt.

Bitte beachten Sie: handelt es sich um ein gemeinsames Testament, so ist bei einem einseitigen Widerruf nur eines Ehegatten eine notarielle Beurkundung erforderlich.

Was ist ein gemeinschaftliches Testament?

Mit einem gemeinschaftlichen Testament können Ehegatten gemeinsam ihren letzten Willen aufsetzen. Einer der Eheleute schreibt den letzten Willen beider handschriftlich nieder, beide unterschreiben jeweils mit Vor- und Zunamen sowie mit Ort und Datum.

Bitte beachten Sie die besonderen Bedingungen zur Änderung eines gemeinschaftlichen Testaments. Nach dem Tod eines Ehegatten ist der Überlebende an das Testament gebunden.
[ > Beratung ]

Was ist das Berliner Testament?

Eheleute setzen sich in einem gemeinschaftlichen Testament jeweils als Alleinerbe ein. Vorteil ist, dass der Vollerbe über den Nachlass frei verfügen kann. Die Kinder oder mögliche weitere Erben erhalten erst nach dem Tod des letztversterbenden Ehegatten das Erbe.

[ > siehe auch Fälle & Tipps: Berliner Testament ]

Der Berechtigte des Pflichtteils kann vom überlebenden Ehegatten dennoch seinen Pflichtteil des verstorbenen Ehegatten fordern. Nutzen Sie eine anwaltliche Beratung [ > Beratung ]

Wozu ist ein Erbvertrag nötig?

Mit einem Erbvertrag können Erben und Erblasser zu Lebzeiten gegenseitige Bedingungen an das Erbe knüpfen. Erben und Erblasser müssen den Erbvertrag mit einem Notar abschließen.

Beispielsweise möchte ein Unternehmer, dass seine Tochter in seinem Unternehmern arbeitet. Als Bedingung will die Tochter dafür verbindlich als seine Nachfolgerin bestimmt sein. Ein Erbvertrag kann diese Bedingung erfüllen, denn diesen kann der Vater nur mit Einverständnis der Tochter ändern.

Trotzdem kann der Erblasser zu Lebzeiten frei über sein Erbe verfügen. Bei Abschluss eines Erbvertrages hat der Erbe aber eine Sicherheit, dass sein Erbe nicht geschmälert wird. Verschenkt der Erblasser zu Lebzeiten Bestandteile aus dem Vertragserben, so kann der Erbe diese nach dem Tod des Erblassers vom Beschenkten herausverlangen.

Was ist, wenn ich keine Erben habe?

Wenn Keine Erben vorhanden sind, erbt der Staat.
[ siehe auch Erbfolge] [ siehe auch Fiskuserbrecht]

 

Was ist ein Pflichteil?

> Erben und Vererben > Pflichtteilsrecht
 

Wer sind meine Erben, wenn ich kein Testament hinterlasse?

[ siehe Erbfolge]

Was ist eine Erbengemeinschaft?

Gibt es mehrere Erben, so werden diese nach dem Tod des Erblassers zu einer Erbengemeinschaft zusammenfasst, in der sie nur gemeinsam über das Erbe verfügen können. Können sich die Erben nicht einigen, so kann jeder Erbe die Aufhebung der Erbengemeinschaft (Auseinandersetzung) verlangen. Voraussetzung ist, dass der Erblasser die Teilung des Erbes nicht ausgeschlossen hat (z.B bei Landbesitz).

Was ist eine Auseinandersetzung einer Miterbengemeinschaft?

Die Erben können sich selbst auseinandersetzen oder sich an das Nachlassgericht bzw. einen Notar wenden. Gibt es keine Einigung, so müssen die Erben klagen. Hat der Erblasser einen Testamentsvollstrecker eingesetzt, so muss dieser die Miterbengemeinschaft auseinandersetzen.

Was muss ich tun, wenn ein Angehöriger stirbt?

Zu den üblichen Formalitäten gehört die Benachrichtigung:

  • des Arztes sowie
  • eines Bestattungsinstitutes.

Suchen Sie anschließend das Testament.

Bitte beachten Sie: ist ein Testament vorhanden, so sind Sie verpflichtet dieses beim Nachlassgericht/Amtsgericht abzugeben, dort wird es eröffnet, somit rechtskräftig und die Erben werden benachrichtigt.

Was passiert, wenn der Erblasser Schulden hinterlässt?

Erben sollten prüfen, ob sie das Erbe annehmen wollen, indem Sie gründlich nachforschen, ob der Erblasser überschuldet war. Zur Überprüfung gehört beispielsweise die Einsicht der Konten mit Hilfe des Erbscheins. Alternativ kann er das Erbe ausschlagen. Nimmt der Erbe das Erbe an und stellt sich heraus, dass der Erblasser verschuldet war, so muss der Erbe die Schulden aus seinem eigenen Vermögen tilgen.

Bitte beachten Sie die Fristen zur Erbausschlagung: innerhalb von sechs Wochen, nachdem der Erbe weiß, dass er erbt, muss er vor dem Nachlassgericht eine Erklärung abgeben.

Wie kann ich das Erbe ausschlagen?

Der Erbe erklärt die Ausschlagung gegenüber dem Nachlassgericht. Die Erklärung wird zur Niederschrift bei Gericht oder in öffentlich beglaubigter Form durch einen Brief mit Unterschrift abgeben.

Bitte beachten Sie die Frist von sechs Wochen!

Was passiert mit dem Erbe, wenn ich es ausschlage?

Die Ausschlagung der Erbschaft ist bindend. Das Erbe geht an den nächsten Erbberechtigten weiter. Die Ausschlagungskette setzt sich so weiter fort.

Für jeden weiter entfernten Erben beginnt die Ausschlagungsfrist erst zu dem Termin, an dem er weiß, dass er Erbe geworden ist. Haben alle Erben ausgeschlagen, erbt am Ende der Fiskus, der nicht ausschlagen kann.

[ siehe auch Fiskuserbrecht]

Muss ich ausdrücklich erklären, dass ich das Erbe annehme?

Nein, es reicht, die Frist von sechs Wochen ablaufen zu lassen. Wer ein Erbe annehmen will, braucht dies nicht ausdrücklich zu erklären.

Was ist eine Nachlassinsolvenz?

Nimmt ein Erbe einen überschuldeten Nachlass an, besteht die Möglichkeit der Nachlassinsolvenz. Der Erbe kann dadurch sein eigenes Vermögen vor den geerbten Schulden schützen. Die Haftung für die geerbten Schulden wird auf die Erbmasse beschränkt.

Wie leite ich eine Nachlassinsolvenz ein?

Der Erbe muss die Nachlassinsolvenz beim Insolvenzgericht beantragen, sobald er weiß, dass der Erblasser überschuldet war. Bedingung ist, dass der Erbe sich sorgfältige über Nachlasssituation informiert hat. Erben, die fahrlässig die Überschuldung übersehen haben - z. B weil sie das Konto nicht rechtzeitig eingesehen haben - können die Möglichkeit auf Nachlassinsolvenz verlieren.

Lassen Sie sich professionell beraten, wenn Sie eine Nachlassinsolvenz anstreben. [ > Kontakt ]

Was passiert bei einer Nachlassinsolvenz?

Das Gericht lässt durch einen amtlichen Verwalter über die Erbmasse verfügen. Der Erbe darf in der Zeit der Nachlassinsolvenz nicht über das Erbe verfügen, also weder etwas verschenken oder verkaufen.

Was ist ein Aufgebotsverfahren?

Der Erbe beantragt beim Nachlassgericht, dass alle Gläubiger des Erblassers aufgefordert werden anzugeben wie viel der Erblasser schuldig ist. Die Gläubiger sind dabei an eine Frist gebunden.

Wer muss Erbschaftssteuer bezahlen?

Jeder, der erbt.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?

Die Höhe der Erbschaftssteuer ist abhängig vom Wert des geerbten Vermögens (Vermächtnis, Pflichtteil usw.) und dem Verwandtschaftsverhältnis des Erben zum Erblasser.
[ siehe Erbschaftssteuer]

 

Was ist der Unterschied zwischen Erbfall, Erbschaft, Erbteil, Vermächtnis und Pflichtteil?

  • Der Erbfall tritt mit dem Tod des Erblasser ein.
     
  • Die Erbschaft ist das Vermögen des Erblassers als Ganzes.
     
  • Ein Erbteil ist ein Teil der Erbschaft der sich auf den ganzen Nachlass bezieht.
     
  • Ein Vermächtnis ist "nur" eine einzelne Sache (oder mehrere Sachen von gewisser Gattung),  eine Summe oder ein Recht aus einer Erbschaft.
     
  • Der Pflichtteil kann als Erbteil oder als Vermächtnis hinterlassen werden, hat eine gesetzlich festgelegte Höhe und muss dem Pflichtteilberechtigen (Noterben) ganz frei bleiben. Pflichtteilberechtigte sind Erben wie Kinder, Eltern oder Ehegatte.

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